die ersten Tage

DIE ERSTEN TAGE IN DER NEUEN UMGEBUNG

Nehmt euren Welpen auf den Arm, wenn ihr ihm seine neue Welt zeigt. Setzt ihn auf den Boden, wenn er euch zeigt, dass es für ihn Zeit dazu ist. Oder versucht vorsichtig ihn abzusetzen, und schaut, wie er reagiert.

Denkt daran, ein Welpe kann noch nicht verallgemeinern, das heißt, für ihn ist Haus nicht gleich Haus, Auto nicht gleich Auto, Staubsauger nicht gleich Staubsauger, …

Eure Welpen zeigen euch, was sie brauchen. Z.B. Material zum Knabbern. Wenn ihr wollt, dass sie eure Möbel verschonen, gebt ihnen etwas, was sie zerbeißen dürfen: Pappkartons, Kaustangen (nur unter Aufsicht), …

Ein Pinscher macht (fast) alles mit, wenn ihr ihm die Zeit lasst, die er braucht. Findet heraus, in welcher Situation eurem Welpen das, was ihr gerne von ihm hättet am leichtesten fällt. Übt zuerst diese Situation – und immer nur kurz. Das gilt besonders fürs Alleine-Bleiben.

Überhaupt werden Lern-/Übeeinheiten beim Welpen in Minuten gemessen. Danach folgt Spiel, Schmusen, …

Auch an der Leine zu gehen kann eine schwierige Übung sein! Tragt euren Hund Anfangs (z.B. in einem Rucksack für kleine Hunde oder Babytasche vor dem Bauch) an eine ungefährliche Stelle. Wenn ihm die Umgebung keine Angst macht, wird er euch auch ohne Leine folgen. Das An-der-Leine-Gehen übt ihr am besten auf dem Rückweg nach Hause. Achtung: den Welpen nicht überanstrengen. Wenn er euch zeigt, dass er müde ist, tragt ihn ein Stück. Er zeigt euch auch, wenn er wieder weiterlaufen möchte.

Lasst den Welpen in eurer Nähe schlafen. Er ist bisher die Nähe und Wärme seiner Geschwister gewohnt.

Gewährt eurem Welpen Schutz, wenn er zu euch kommt. Lasst euch nicht von Argumenten wie: „Da muss der durch!“ verleiten. Einmal verspieltes Vertrauen ist schwer zurück zu gewinnen. Pinscher sind vorsichtig, aber sehr neugierig. Sie wollen von sich aus alles erforschen – zu ihrer Zeit. Macht es ihm leicht.

Wenn der Welpe (auch der Hund) in seinem Körbchen liegt, nehmt ihn nur mit seinem Einverständnis hinaus – oder besser lockt ihn heraus. Auf keinen Fall im Schlaf herausnehmen oder auch streicheln. Der Hund könnte sich erschrecken und nach euch schnappen!!!

Beobachtet die Welpen, schaut euch ab, wie sie miteinander spielen!

Wenn euer Welpe sich draußen zu weit entfernt, lauft weg oder versteckt euch, er wird euch sofort suchen.

Beobachtet euren Hund und vertraut eurem Gefühl!!! Lernt die Sprache eures Welpen! Ihr werdet erkennen, wann er Futter oder Wasser braucht oder sich lösen will.

Und ganz wichtig: Unfallgefahren vermeiden:
- Treppen
- offene Toiletten
- Wischeimer
- Halsband/Geschirr beim Spielen
- Türen (langsam öffnen!)
- Vor dem Aufsetzen der eigenen Füße rundum schauen
- Für Hunde giftige Pflanzen/Speisen (z.B. Weintrauben und Rosinen)
- Steckdosen

WELPEN DÜRFEN NOCH KEINE TREPPEN GEHEN UND AUCH KEINE SPRÜNGE TRAINIEREN !!!
(Damit sind natürlich nicht die Hüpfer gemeint, die sie von selbst beim Spielen machen, und auch nicht ein paar Stufen, die sie vielleicht in einem unbeobachteten Moment erklimmen.)

So wachst ihr bestimmt ganz bald mit eurem Welpen zu einem harmonischen Team zusammen.