Ihrer historischen Entwicklung entsprechend verfügen die meisten Pinscher über einen mehr oder weniger ausgeprägten Jagd- und Schutztrieb. Du brauchst ihnen nicht beizubringen, dein Haus und dein Auto zu bewachen und zu verteidigen.
Du solltest ihnen jedoch konsequent klar machen, dass Du festlegst, wer Freund und wer „Feind“ ist.
Pinscher sind sehr intelligente Hunde, die geistig und körperlich ausgelastet sein wollen. Fühlen sie sich unausgelastet, entwickeln Pinscher, ihrer Selbständigkeit entsprechend, eine erstaunliche Kreativität darin, sich selbst „Aufgaben zu stellen“, die durchaus nicht immer die Zustimmung ihres Menschen finden. Außerdem sind Pinscher einerseits recht selbstbewusst und andererseits auch sehr sensibel. Das heißt Du solltest Dich auf einen Hausgenossen einstellen, der immer mitdenkt und Deine Entscheidungen gelegentlich auch in Frage stellt. Kadavergehorsam kannst Du von ihm nicht erwarten. Doch Pinscher lässt durchaus mit sich verhandeln.
Da er sich seinem Menschen gerne sehr eng anschließt, ihn am liebsten immer begleitet, kann er auch eifersüchtig sein. Deshalb sollte er von Anfang an lernen, z.B. Streicheleinheiten „seines“ Menschen mit anderen Wesen zu teilen.
Als Pinscherbesitzer solltest Du deshalb über natürliche Autorität, viele Einfühlungsvermögen, Beweglichkeit und eine gute Portion Humor verfügen.
