Obedience

Der Hundesport Obedience ist wie auch Agility von England aus auf das europäische Festland herüber gekommen und findet seit Anfang des Jahrhunderts auch in Deutschland immer mehr Anhänger. Der Name bedeutet übersetzt „Gehorsam“. Aber Obedience ist mehr als nur das. Obedience steht für Perfektion in der Verständigung zwischen Mensch und Hund, für Perfektion in der Ausführung der gestellten Aufgaben. Der Weg dorthin braucht seine Zeit. Basierend auf spielerischer Kommunikation, werden Übungen in kleine Schritte zerlegt (Shaping), die Mensch und Hund Erfolgserlebnisse garantieren. Der „Umgang Mensch-Hund“ wird in Obedience-Prüfungen aller Klassen mit einer eigenen Note bewertet!

Das Besondere an Obedience:

1. Ein breites Spektrum der Anforderungen:
Absitzen und Abliegen (mit und ohne Hundeführer in Sichtweite), Bei-Fuß-Gehen in allen Tempi und in alle Richtungen (einschließlich Slalom), Vorausschicken („Box“) und Abrufen (auch mit „Steh“ und „Platz“), „Sitz“, „Platz“ und „Steh“ aus der Bewegung und auf Distanz, Geruchsunterscheidung, Apportieren in verschiedenen Variationen (auf ebener Erde, über Hürde; Gegenstände aus Plastik, Stoff, Holz und Metall).

2. Abwechslungsreichtum:
Nicht nur der Ring, in dem die Prüfungen durchgeführt werden, ist jedes Mal anders angeordnet, auch die Wege, die in der Fußarbeit auf Anweisung des Stewards einzuschlagen sind unterscheiden sich. In der obersten Klasse kann sogar die Reihenfolge der Übungen variiert werden.

Inzwischen finden in Deutschland fast flächendeckend Turniere mit Prüfungen aller Klassen statt: Beginner, Obedience 1, 2, 3, bei denen nicht nur die Schwierigkeit der Aufgaben, sondern auch die Strenge der Bewertung allmählich gesteigert wird. Die Teams werden vom Steward durch die einzelnen Übungen geführt, für die sie vom Richter jeweils eine Wertnote erhalten, die dann, dem Schwierigkeitsgrad entsprechend, mit einem in der Prüfungsordnung festgelegten Koeffizienten (von eins bis vier) multipliziert wird.

Obedience fördert und fordert – genau wie Agility – mentale und körperliche Fitness beider Teampartner. Es ist also ein idealer Sport für Pinscher-Teams!